Freitag, 5. März 2010

Mountainbike vermisst...

Der Tag begann mit blauem Himmel und viel Sonne. Ich freute mich endlich mal wieder mit dem Rad zur Uni zu fahren, nachdem ich bei meinem MTB die Kette habe reparieren lassen. Jedoch fand ich nur ein durchgeschnittenes Schloss vor, wo mein Fahrrad hätte stehen sollen. Im Durchgang, wo man nur mit Schlüssel rein kommt! Wie asozial! Mein schönes Fahrrad! Mit harter Arbeit erstanden!
An mein Fahrrad: Es waren schöne 2000 km mit Dir!
An den Dieb: Bitte gib es zurück oder brech' dir ein Bein!

In tiefer Trauer und unbändiger Wut,

V.

Samstag, 20. Februar 2010

Winterwandern am Rennsteig

Nun sind zweieinhalb Tage und zwei Nächte in der Thüringer Winterlandschaft schon wieder vorbei. Robert konnte aufgrund seines erkrankten Sohnes leider nicht mitkommen. Daher blieben nur Christoph und ich übrig, den Rennsteig bei Schnee zu entdecken. In Oberhof liehen wir uns Langlaufski und machten uns auf nach Ruhla. Es hieß ja, der Rennsteig sei fast auf seiner gesamten Länge gespurt, aber "gespurt" bedeutete in diesem Fall, dass da jemand bereits lang ist, es aber keine echte Loipe gibt (d.h. auf dem Radwanderweg Rennsteig gab es die, aber wir waren ja auf dem "echten" Rennsteig unterwegs). Hätte man sicherlich auch vorher wissen können, aber das ist ja auch ein bisschen die Herausforderung. Für uns Chaoten jedenfalls nicht gerade das richtige Niveau, zumal am Inselsberg die Höhenunterschiede am Rennsteig die größten sind, aber ein Abenteuer war es trotzdem. Wie oft es mich geschmissen hat ist unzählbar, aber auch Christophs Stürze liegen deutlich im zweistelligen Bereich ;). Die Temperaturen waren verhältnismäßig hoch... tagsüber um den Gefrierpunkt, nachts -4 °C. Unsere Schlafsäcke hielten warm und das "Draußen-Gefühl" stellte sich ein. Einzig die Nässe wurde nach einiger Zeit etwas unangenehm. Wie auch immer, solche Touren, auch wenn sie sehr kurz sind, sind immer wieder ein intensives Stück Leben und Erleben. Auf jeden Fall sehr sehr wertvoll...
Am Anstieg zum Inselsberg...
Beeindruckende Winterlandschaft im Thüringer Wald...
Draußen ist's kalt, drinnen schön warm... nur zuviel trinken sollte man nicht...

Montag, 15. Februar 2010

Eine Nacht im Iglu

Letzten Donnerstag haben Robert (ein Kommilitone) und ich eine Nacht im Iglu geschlafen. Am Mittwoch geht es in den Thüringer Wald, zum Winterwandern, daher sollte noch einmal getestet werden, ob Schlafsack und Isomatte auch temperaturtauglich sind. Obwohl mitten in Rostock, war es in unserer Schneehütte erstaunlich still. Ein guter Ort, um ein Bier zu trinken und nachzudenken. Zudem die erste Behausung, an der ich handfest mitgearbeitet habe.
Bevor man schlafen kann, muss man ackern...
Geräumig und erstaunlich warm...
... und warum drinnen im Warmen schlafen, wenn's auch draußen im Kalten geht? :)

Außerdem ist das Entwicklungskonzept fertig, das wir dieses Semester erstellen mussten. Für eine Hausarbeit bin ich sehr zufrieden. Unser Fazit für das Dechower Waldmoor: der zentrale Bereich hat durchaus Hochmoorpotenzial. Falls es jemanden genauer interessiert, unter
marian.ingo-koch-verlag.de/monitoringkonzept.pdf
kann man unsere Arbeit nachlesen. Für mich war es die produktivste und interessanteste Arbeit dieses Semester. So weit...

Sonntag, 31. Januar 2010

Mecklenburg unter Schnee...

Der Winter hat das Land und die Menschen fest im Griff. Seit einer Woche bin ich nun erkältet, die Kohlen in Rostock gehen langsam zur Neige, seit Mittwoch sind unsere Wasserleitungen eingefroren und die Kette meines Mountainbikes ist gerissen (Salz und Frost...). Gestern wollte ich wieder in die Neuenkirchener Niederung, aber ab Gadebusch ging nichts mehr. Ungeräumte Straßen, etwa 30 cm Neuschnee und starker Wind machten ein Weiterkommen unmöglich. Dreimal steckte ich fest, zweimal konnte ich mich selbst befreien. Nachdem auch vor und hinter mir Autos feststeckten, ich aber gerade mal 2 km seit Gadebusch geschafft hatte (15 km waren also noch zu fahren), beschloss ich, irgendwie wieder umzukehren. Heute versuche ich es noch einmal, denn vielleicht ist ja ein Räumungsfahrzeug die Straße langgefahren. Keine Ahnung, wie ich sonst Proben nehmen soll.

In die Richtung müsste ich noch 15 km...


... in die andere würde ich gerne wieder zurück.

Übrigens gibt wetteronline für Schwerin eine gemittelte Januartemperatur von -4,2 °C an. Damit ist dieser Winter bis jetzt vergleichbar mit den strengen Wintern der 40er Jahre (1947: - 5,5 °C) und dem häufig erwähnten Winter 1979 (-4,7 °C). Im Mittel der letzten 30 Jahre lag die Januartemperatur bei etwa 0,4 °C. Mir wird er in jedem Fall jetzt schon immer in Erinnerung bleiben. Für mich ein Abenteuer ohne gleichen.

Montag, 11. Januar 2010

Neuer Bericht...

Nach langem Trödeln habe ich es geschafft, endlich den Bericht unserer Spree - Neiße - Radtour fertig und online zu stellen. Danke an Torsten! Viel Spaß beim Lesen und Bilder schauen!

In der Lausitzer Teich- und Heidelandschaft

Samstag, 2. Januar 2010

Der schönste Tag bisher...


Praktische Klimaforschung :)

Und wieder war ich in meinem Moor. Nachdem der Schnee und die Kälte zwischenzeitlich wärmeren Luftmassen weichen mussten, ist der Schnee nun zurück und hat die Kälte gleich mitgebracht. Aber auch die Sonne ließ sich heute blicken und der Wind hatte Erbarmen mit mir. Das Arbeiten war friedlich, fast meditativ und außer dem eigenen Atem und den Geräuschen des Schnees waren nur ein paar Vögel zu hören und zu sehen. Bussard, Rabe und Graureiher habe ich erkannt, viele andere jedoch müsste ich mit Fernglas und Buch bestimmen. Vielleicht mal, wenn ich mehr Zeit habe...



Sonntag, 20. Dezember 2009

Eiseskälte

Das ist jetzt mal ein richtiger Winter. Vor zwei Tagen war ich wieder in meiner Moorniederung, bei -8 °C und 5-10 cm Neuschnee, um Spurengase aufzufangen. Dazu Wind aus Nordost und nach guten dreieinhalb Stunden ging nichts mehr. Trotz Handschuhen war meine rechte Hand taub und die nötigen, feinen Handgriffe für die Beprobung blieben aus. Also habe ich nur drei der vier Standorte abarbeiten können. Heißt für mich: am kommenden Samstag den letzten Standort nachholen.


Eiseskälte beim Auffangen der Spurengase in der Neuenkirchener Niederung

Es ist mir doch immer wieder ein Rätsel, wie Menschen mit solch niedrigen Temperaturen umgehen können. Mir fallen dazu zum Beispiel die von Klaus Bednarz besuchten Eisfischer vom Baikalsee ein, der während drei Monaten im Winter gefroren ist. Fischen bei -30 °C und darunter, starkem böigen Wind in einer Eiswüste in Sibirien. Dagegen ist mein Moor geradezu tropisch! Es geht doch nichts über eine Sauna, einen heißen Tee oder eine warme Stube!


Der Baikal im Winter

Dabei kommt mir in den Sinn, dass ich mir besonders für den finnischen Teil der Nordkaptour mal Gedanken um Bären machen sollte. Ein Kommillitone meinte zwar, im Sommer wanderten die Bären immer in den Nordosten, Richtung Karelien also (er hatte in sieben Wochen mit dem Kajak in Finnland keine Probleme mit Bären), aber besser ist's, ich weiß vorher Bescheid. Detlev Henschel schreibt in seinem Buch "Abenteuer Baikal" über doch recht abenteurerliche Begegnungen mit Bären. Gut, dass er auch gleich etwas über den richtigen Umgang mit der Verpflegung schreibt.

Ich bin gespannt...
 
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