Samstag, 23. Oktober 2010

So schön kann die Ostsee sein...

...denn hier kann man surfen, man glaubt es kaum. Untenstehend Videobeweise :)

Die Fährwelle in Warnemünde

Am Wellenbrecher in Wustrow...

... und in Kühlungsborn

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Die Nachwehen...

...sind immer noch nicht ganz vorbei. Nicht nur das Fernweh bleibt bestehen, auch die Lust am Surfen ist ungebrochen. Erstaunlicherweise gibt es auf der Ostsee Bedingungen, die Spaß garantieren. Letzten Samstag bei Ost-Nordost-Wind mit 5 Bft in Warnemünde an der Mole. Wellen 0,5 bis 1 m, für Windwellen sehr sauber, da durch die Mole gebeugt. Dazu viel Sonne und schon sind die 7° C Außentemperatur kein Problem mehr. :)


Es grüßt der seit einer Woche arbeitende Fahrradfahrer...



Solche Wellen bin ich auch in Schottland gesurft..




Wer schaut denn da aus dem Weißwasser?



Der Herr v. R. natürlich!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Statistik

Zeitraum: 14.08. bis 29.09.

Tage: 45

Radtage: 29

Surftage: 21

Wandertage: 2

Gesamtdistanz: 2.010 km

Belgien: 40 km

Schottland: 1.123 km

Nordirland: 185 km

Republik Irland: 702 km

Längste Etappe: 116 km (04.09.: Ballykelly - Narin)

Höchstgeschwindigkeit: 58,6 km / h (Abfahrt zum Loch Eribol, County Sutherland, Scotland)

Nördlichster Punkt: 59°00'11.09'' N, 3°00'18.40'' W (nördlich des Wideford Hill, auf Mainland, Orkney Islands, Scotland)

Westlichster Punkt: 52°10'56.12'' N, 10°24'50.20'' W (Smerwick Beach, auf Dingle, County Kerry, Ireland)

Höchster Punkt: 270 m (Glengish Pass, County Donegal, Ireland)

Gesamtmenge Nutella: ca. 5 kg

Gesamtmenge Tee: ca. eine Badewanne

Sonntag, 3. Oktober 2010

Dingle & Dublin, 21. bis 29.09.

Dingle, 21. bis 25.09.

Nach einem weiteren Tag in Galway machten wir uns auf das Abenteuer Bus; wie verstaut man Fahrrad und Surfbrett in einem Linienbus? Ganz einfach, die Busse sind groß genug. So kam es, dass wir nicht ein Mal Zug fuhren. Von Galway über Limerick nach Tralee und von dort mit dem Rad auf die Halbinsel Dingle. Theresa fuhr von Tralee mit dem Bus ein Stück in meine Richtung, in Camp verpassten wir uns und nach einigem Hin und Her fanden wir uns wieder. Danach dann quasi zu Fuß weiter. Die folgenden Tage waren ausschließlich dem Surfen gewidmet. Ich merke heute noch meine Arme… Und der letzte Surftag, war der beste der ganzen Reise. Ein schöner Abschied vom Atlantik…

Auf dem Weg...

Brandon Bay, vor unserer Haustür...

Dumps, Brandon Bay, unser und vieler anderer Hauptspot - kein Problem aber auf 23 km Länge :)

Inch Riff bei 7 bis 8 ft... "Ireland's most mythical wave" (Stormrider Guide)

Inch Strand...

Icke beim Zuschauen...

Die Bedingungen aber waren zunächst etwas windig, was Robert und Joss entgegenkam, zwei Kumpels, die extra zum Windsurfen und Wellenreiten nach Irland gekommen sind. Später dann jedoch große Abstände bei ca. 2 m Welle und wunderschönem Wetter. Robert und Jos hatten eine „Villa“ und ein Auto gemietet, so dass wir uns um Unterkunft und Mobilität keine Gedanken machen mussten und es uns Gelegenheit gab unsere Kochkünste zu verfeinern. So sieht also ein Surfurlaub aus J.

Windsurfer Robi in Reanough...

Dublin, 26. bis 29.09.

Eine Tagesetappe mit unserem Gerödel nach Dublin und die Sorge, wie ich mein Zeug in den Flieger bekommen würde, bewog uns zu der Entscheidung das erstbeste Hostel direkt an der Busstation zu nehmen. Keine gute Entscheidung, denn Paddy’s Palace ist zwar billig, aber definitiv das schlechteste Hostel, dass ich auf meiner Reise erleben durfte. Bis auf den Eingangsbereich war das Hostel dreckig und schäbig; Fenster waren nicht zu öffnen, obwohl das Zwei-Personen-Zimmer nach Chemie regelrecht stank, die Duschen waren immer kalt, es gab kein warmes Wasser, der Hostelstaff war so chaotisch, dass ich alles mehrmals erzählen musste und nicht aufgeschrieben wurde, dass wir bereits für die Nächte bezahlt hatten, aber die Krönung war die letzte Nacht, als es ein wenig regnete und das Wasser an unseren Wände und von der Decke hinunterlief und das Bett nässte. Dazu ein Haufen seltsamer Gestalten; eine hektische Mutter, eine apathische Amerikanerin, ein rumhängender Portugiese; Dublin zieht ein buntes Gemisch aus aller Welt an, dass dieser Stadt von der Größe Leipzigs den Charme einer Weltstadt verleiht. Die Stadt des Easter Risings ist zugleich irischster und unirischster Fleck der grünen Insel.

Musik von Musikern von überall her...

...und in Pubs...

...denn Irland ist eben ein Musikerland, wie man sieht...

Pubkultur und traditionelle Live-Musik für Einheimische wie Touristen, buntgemischte Musik aus aller Welt in den Fußgängerzonen, dazu viele spanische und orientalische Restaurants, Museen und Galerien, das Guiness Storehouse, Burgerbuden soweit das Auge reicht und natürlich das Trinity College of Dublin mit seiner berühmten Bibliothek und dem noch berühmteren Book of Kells machten diese Stadt zu einem Erlebnis voller Eindrücke.

Irische Gemütlichkeit... ist mir irgendwie sympathisch :)

Mauern aus grauem Stein... irischer Standard für Kirchen und Klöster

Die letzten Tage in Dublin wurden dann auch zu einem inneren Abschied der Reise, ähnlich wie es Heinrich Böll in seinem „Irischen Tagebuch“ beschreibt; irgendwann verschwamm Gegenwart und Vergangenes zu einem konturlosen Traum, der mich permanent begleitete, in dem noch einmal die Reise an mir vorüberging.

45 Tage, 2010 km auf dem Rad, 1200 km mit dem Auto, 1800 km mit der Fähre, 400 km mit dem Bus und 1700 km mit dem Flugzeug, 25 km zu Fuß und bestimmt auch einige Kilometer mit dem Surfbrett auf dem Wasser gehen nicht spurlos an einem vorüber. Irgendwann wird das Reisen normal, Stillstand bedeutet Unruhe, die eigene Bewegung ist der Fixpunkt, wenn die Welt an einem vorbeizieht. Und doch saugt man auf diese Weise so viele Eindrücke auf, erlebt so vieles, lernt Land und Leute kennen, lernt sich selbst kennen, dass man spürt, ein Teil dieser Welt zu sein; ein winzig kleiner auf dieser riesigen Kugel, von der ich nur einen ganz kleinen Ausschnitt entdeckt habe, aber dennoch ein Teil. Was für eine wunderbare Welt, was für wunderbare Zeiten, so Reisen zu können. Was für ein Wunder, dieses Leben zu leben. An Mama und Papa: vielen, vielen Dank! Ich weiß, der Blog hat Euch gefallen, weiß, dass ihr mit der Karte die Route mitverfolgt habt, dass ihr nach Fotos gelechzt habt; ihr wart auch Teil der Reise, wie ihr, alle anderen Leser! Es war schön, die Reise mit Euch teilen zu können! Falls ihr verreist, lasst es mich wissen; ich bin sicher, mein Fernweh ist chronisch, so dass auch ich alle Geschichten aus den entlegensten Ecken der Erde begierig aufsaugen werde.

Pangur Bán

I and Pangur Bán, my cat
'Tis a like task we are at;
Hunting mice is his delight
Hunting words I sit all night.

Better far than praise of men
'Tis to sit with book and pen;
Pangur bears me no ill will,
He too plies his simple skill.

'Tis a merry thing to see
At our tasks how glad are we,
When at home we sit and find
Entertainment to our mind.

Oftentimes a mouse will stray
In the hero Pangur's way:
Oftentimes my keen thought set
Takes a meaning in its net.

'Gainst the wall he sets his eye
Full and fierce and sharp and sly;
'Gainst the wall of knowledge I
All my little wisdom try.

When a mouse darts from its den,
O how glad is Pangur then!
O what gladness do I prove
When I solve the doubts I love!

So in peace our tasks we ply,
Pangur Bán, my cat, and I;
In our arts we find our bliss,
I have mine and he has his.

Practice every day has made
Pangur perfect in his trade;
I get wisdom day and night
Turning darkness into light.

(Irischer Mönch, 8. oder 9. Jh., Kloster Reichenau, übersetzt von Robin Flower, gelesen in der Book of Kells Ausstellung am Trinity College, Dublin)

20.09.: 30 km

21.09.: 28 km

26.09.: 32 km

Republik Irland: 702 km

Summe: 2.010 km

Sonntag, 19. September 2010

Galway und Connemara, bis zum 19.09.

Nach langer Zeit meldet sich der Reisende aus Galway zurueck. Dort liess er sein Fahrrad stehen um mit angenehmer Gesellschaft, dazugestossen am 14.09., in der Stadt zu Bummeln, Kilometer zu Fuss su sammeln und den rauen Westen Irlands, genauer Connemara zu erkunden. So getan vom 16. bis 18.09. mit Draussenschlafen und Nasse-Fuesse-Bekommen.
Erlebtes:
Surfen, Land, Land, Land (12.09.)
Regen, Wind, Regen, unfreundliche deutsche Touristen, Wirbelsturm, Berge, Seen, Fjorde Regen, Rueckenwind, Cong Abbey (13.09.)
Autoverkehr, Stadttrubel, Wiedersehen, Gluecklichsein (14.09.)
Stadt, Schlendern, Jigs'n Reels, Guiness (15.09.)
Busfahren, seekrank werden, Nasse Fuesse (16.09.)
Moore, Sonne, Fernsicht, Ziegen (17.09.)
Seltsames Hostel (Old Monastery), Kylemore Abbey, seekrank werden (18.09.)
Sonntagsentspannen (19.09.)


Kylemore Abbey... da haette der Reisende fast mal ein gaertnerisches Praktikum absolviert...


Pause in den Bergen...


Sie beobachten uns...


Moorlandschaft in Connemara... querfeldein ueber Stock und Stein...

12.09.: 68 km

13.09.: 92 km

14.09.: 42 km

5. Woche (11.09. bis 14.09.): 264 km

Summe: 1.920 km

Samstag, 11. September 2010

In Sligo, bis zum 11.09.


Sligo Abbey
Ein litauischer Supermarkt in Sligo: Sakotis (Baumkuchen) und Svyturis (litauisches Bier) musste ich dann doch mitnehmen ;)

Dass Matthias und Hannah doch noch nach Sligo gekommen sind hat mich sehr gefreut. Eigentlich wollten sie von Galway aus eher nach Sueden, aber fuer ein paar Tage gemeinsames Surfen sind sie doch noch ein paar Kilometer nach Norden gefahren. Das Surfen in Strandhill war wirklich schoen. In Strandhill haben wir eine Englaenderin aus Liverpool kennengelernt, die auch Umweltwissenschaften studiert hat. Allerdings findet sie keine Arbeit also reist sie. Joan, ein sehr lustiges Gemuet, mit ein paar nachdenklichen Zuegen, fuer die ein Guiness "too heavy" ist und die die Tage ihre 90-jaehrige-Grossmutter in Dublin besucht:
"Why don't you have a job, why don't you get married, why, why, why..." Hihi. Hat mich gefragt, ob ich schon Leprechauns gesehen habe. Leprechauns? Schaut mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Leprechaun
Habe heute einige Regenboegen gesehen. Vielleicht haette ich mal hinfahren sollen :). Achja, bin nicht mehr nach Easkey, sondern Richtung Suedwesten. Heute seit vier Wochen mal wieder B & B in Swinford. Vielleicht gibt's ja noch Musik. Morgen fahre ich noch ganz in den Westen und dann durch Connemara nach Galway. Mal sehen ob die 2.000 km noch voll werden. Muss mal die Bremsbelaege wechseln. Aus dem wechselhaften Irland,
Vytas
10.09.: 0 km
4. Woche (04. bis 10.09.): 336 km
11.09.: 62 km
Summe: 1.718 km

Freitag, 10. September 2010

Von Derrylahan nach Strandhill (Sligo), 07. & 08.09.

Bin nun in DER Surf Region Irlands. Nicht wundern, wenn jetzt hauptsächlich Bilder von Wellen und Stränden kommen. Obwohl ich den Starkregen in Derrylahan abgewartet habe, bin ich in den letzten zwei Tagen doch noch ziemlich nass geworden. Sommerwetter ist was anderes… Bei Full Irish Rain hilft nur Full Irish Breakfast: Zwei Würste, zwei Eier, Speck, Bohnen, Hackbratlinge, Toast mit viel Butter, ’ne halbe Tomate, dazu Pfeffer und Salz sowie ’nen Liter Schwarztee und ’n warmer Chocolate Brownie. Gesund ist was anderes. Ich weiß. Aber ich hab das Gefühl ich brauch das. Nachdem ich nun an drei Tagen hintereinander Surfen war und dazu durch den Regen radgefahren bin, fühle ich mich total alle. Glaube, dass mittlerweile mehr als nur ein Tag Pause angebracht wäre. Mache morgen deswegen wieder einen in Strandhill bei Sligo. Dann habe ich Zeit, mir auch mal eine irische Stadt anzuschauen, nachdem ich Derry, Letterkenny, Donegal und Bundoran nur gestreift habe.

"The Peak" in Bundoran... ein wunderschoenes Riff


Turf n Surf in Bundoran... Unterkunft in einer Surf Lodge

Jetzt, hier in Strandhill habe ich allerdings das Gefühl, ich hätte lieber in Bundoran bleiben sollen. Bundoran ist eine Surfstadt pur, mit vielen Spots. Habe im Surf’n Turf geschlafen, eine Surf Lodge. Außerdem hat Bundoran Nachtleben mit Live-Musik, das es hier in Strandhill nicht gibt. Bis Sligo sind es immerhin 10 km.

Immerhin, Surfen war doch recht erfolgreich, ich sammele einen Haufen Erfahrung, lerne die unterschiedlichsten Spots und die unterschiedlichsten Wellen kennen. Die Wellen sind zwar konstant bei 1,50 bis 2 m und kommen aus Westen, aber jeder Spot ist eben anders. Dazu Myriaden irischer Surfer, von denen ich mir einiges abschauen kann. Toll auch, dass hier jung und alt surfen, Vater und Sohn.

Werde noch bis Easkey fahren, und dann die Küste verlassen. Hoffe, dass dann auch der Verkehr nachlässt, wenn ich nach Irlands am dünnsten besiedelter Region komme. Wie ein Land mit so wenigen Einwohnern soviel Verkehr produzieren kann? Keine Ahnung. Immerhin haben die Hauptstraßen einen breiten Standstreifen, der wie gemacht ist zum Radfahren. Ich brauch’ echt ’ne Pause. Es geht an die Substanz. Gute Nacht…

Vytas

07.09.: 80 km

08.09.: 57 km

Summe: 1.633 km

Nachtrag:

Matthias und Hannah sind nach Sligo gekommen. Bleibe also noch bis morgen hier und surfe nur. Die Erholung tut gut. Vorhin hats hier ne 2,50 m Welle gehabt... Juchuh!

09.09.: 23 km

Summe: 1.656 km

 
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